Kellerbrand in Loiching

Die Feuerwehren Weigendorf, Wendelskirchen, Loiching, Niederviehbach und Dingolfing wurden zu einem gemeldeten Kellerbrand nach Pischelsdorf alarmiert. Durch die ersteintreffende Feuerwehr konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und Feuer aus gemeldet werden. Die Feuerwehr Dingolfing konnte noch auf der Anfahrt wenden und zur Feuerwache zurückkehren.

auslaufende Betriebsstoffe

Im Bereich des Motors tropfte Öl auf die Fahrbahn und drohte in einen Gully zu laufen. Der ausgelaufene Kraftstoff wurde mittels Ölbindemittel und Ölvliestüchern gebunden und das weiterhin auslaufende Öl mit einer Auffangwanne aufgefangen. Die Einsatzstelle wurde an den Betreiber übergeben.

150 Jahre Feuerwehr Dingolfing – Teil V


Oldtimer brezeln sich für den Festzug auf

Sie werden gepäppelt und gehätschelt – die ältesten Fahrzeugkollegen bei der Dingolfinger Feuerwehr, die auch beim Festzug zum 150. Gründungsfest mitfahren. Seit vier Generationen kümmert sich die Familie Rammelsberger um zwei Feuerwehroldtimer.

Prachtstücke! Vorne das „Löschfahrzeug Bayern“ mit Maximilian Rammelsberger am Steuer, dahinter das LF 1000, das sein Vater Franz Rammelsberger junior fährt. Die Fahrzeuge sind noch voll einsatzfähig.

Baujahr 1922, fast 100 Jahre alt, doch das alte „LF 1000“ und das „Löschfahrzeug Bayern“ sind noch voll einsatzfähig. Tatsächlich zum Feuerlöschen und erst recht, beim großen Festzug zum 150. Gründungsfest der Dingolfinger Feuerwehr, der am Festsonntag am Nachmittag durch Dingolfing zieht.

Dass die beiden Auto-Senioren noch so fit sind verdanken sie der Familie Rammelsberger. Schon seit vier Generationen kümmert sie sich um die schönen alten Feuerwehrautos. Jetzt sind es Franz junior und sein Sohn Maximilian, also der Max. Franz ist Kratfahrzeugmechanikermeister und sein Sohn tritt beruflich auch in die Fußstapfen vom Vater.

Angefangen hat es mit dem Großvater vom Franz, väterlicherseits. Als auf dem Gut Tunzenberg die Brauerei abgebrannt ist, wurde dort eine Gutsfeuerwehr eingerichtet und ein hellrotes Feuerwehrauto angeschafft. Guts-Feuerwehr Tunzenberg steht heute noch in goldener Schrift auf der Tür. Der Großvater vom Franz hat das Auto damals oft repariert. 1972 hat es dann sein Vater, Franz senior gekauft.

Vater und Sohn Rammelsberger. Maximilian tritt in die Fußstapfen von seinem Vater Franz. Im Festzug zum 150. Geburtstag der Dingolfinger Feuerwehr sind die beiden dabei.

Und weil die Familie ein Herz für alte Autos hat, kümmern sich Franz und sein Sohn Max auch um das „LF1000“, das der Feuerwehr Dingolfing gehört. Sein Großvater mütterlicherseits, Wolfgang Wintersperger, ist mit genau diesem Fahrzeug ausgerückt, mit 40 PS, 50 km/h und einer Löschleistung von 1.150 Litern pro Minute.

Beide Autos werden gerade für den Festzug hergerichtet: Kleine Reparaturen erledigt und stundenlang das Messing an den Autos geputzt. Außerdem bekommt Max Oldtimer-Fahrstunden von seinem Vater. „Oldtimer fahren ist ganz anders“ sagt Franz, „man muss wesentlich mehr vorausschauen, als bei den heutigen Autos“. Bremse vorhanden, aber natürlich ohne Servoausrüstung. Das müssen die beiden immer wieder üben, damit sie ein Gefühl für die Bremse, Schaltung Lenkung bekommen. „Kuppeln ist schwierig“ meint Max, „aber das kann man lernen, früher sind die ja auch damit gefahren“.

Mit dem Löschfahrzeug 1000 ist er früher ausgerückt: Wolfgang Wintersperger (Zweiter von links), der Großvater von Franz Rammelsberger junior mütterlicherseits.

Mit dem kleinen Unterschied, dass die Feuerwehrmänner von früher wesentlich kleiner und zierlicher gewesen sind und deshalb der Fußraum für die beiden großen Männer eine echte Herausforderung ist. Natürlich fahren Vater und Sohn auch zu Oldtimertreffen und tauschen sich aus. Wie man was repariert, wie man an Ersatzteile kommt. Das mag Max besonders gern: „Mit anderen über die Oldtimer diskutieren und dann hat einer ein ähnliches Autos und erzählt davon. Und selbst wenn ich net mitreden kann, dann hör ich gern zu“ erzählt Max.

Top gepflegt mit vielen hübschen und originalen Details: Der Oldtimer vom Gut Tunzenberg.

Sehr romantisch und nett: Die große Feuerwehrglocke am Fahrzeug. Hat was Nostalgisches – „ist aber beim Fahren brutal laut“ sagt Franz. Die beiden Fahrzeuge sind topfit, auch Risse im Motorblock hat Franz schon selbst repariert. Vor gut 20 Jahren haben die alten Herren der Feuerwehr, die Senioren, sogar noch ein Leistungsabzeichen mit den Oldtimern geholt.

Auch er ist schon mitgefahren. In einer Werkzeugschublade im Fahrzeug liegt das Foto mit dem Landesvater, das war der Stolz von Franz Rammelsberger senior.

Die alten Feuerwehrautos könnten jede Menge erzählen. Eine Geschichte bewahrt das Tunzenberger Feuerrwehrauto in einer Werkzeugschublade in seinem Inneren auf: Ein Foto, das zeigt Franz Rammelsberger senior mit Franz Josef Strauß an seiner Seite. Ja, auch der ist schon in dem Feuerwehrauto gesessen.

Der große Festzug der Feuerwehr zum 150. Gründungsfest startet am Festsonntag – das ist der 17. Juni – um 14 Uhr an der Zirkuswiese und zieht dann durch ganz Dingolfing. Mit Schirmherr und Festmutter, der Feuerwehr, den Taferlbuam, den Fahnenträgern der Feuerwehr. Die Vereine aus Dingolfing sind dabei, selbstverständlich die Patenwehr aus Landau und viele befreundete Feuerwehren. Und hinterher geht es ins Festzelt zum Feiern.

Weil die Feuerwehr sich immer um das Gemeinwohl kümmert, gibt es auch viel Spaß und Musik für alle Dingolfinger an den Tagen vorher. Am Donnerstag, 14. Juni, die Spider Murphy Gang und am Freitag „Da Huawa, da Meier und i“. Für beide Veranstaltungen gibt es noch Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen. Jetzt werden die alten Feuerwehrautos für den Festzug der Feuerwehr rausgeputzt.

Am Festsonntag ziehen Franz und sein Sohn Max die historischen Uniformen an, setzen die Helme aus glänzendem Messing auf und fahren im Festzug mit. „Achten Sie auf die Beifahrer – denn mit Sicherheit werden die alten Herren der Feuerwehr dann wieder aufzitzen und mitfahren.“

aufgerissener LKW-Tank

Bei der Ausfahrt aus dem Garten des Bürgerheimes setzte LKW auf. Vom Verursacher wurde der Tank provisorisch abgedichtet. Von der Feuerwehr wurde Bindemittel aufgebracht, die Ablaufrinnen gereinigt und der Tank des Unfallfahrzeuges in Fässer umgepunkt. Die Mitarbeiter der Kläranlage Dingolfing kontrollierten den angrenzenden Kanal, konnten aber keine Verunreinigung feststellen.

 

Verkehrsunfall A92

Mitteilung von der Autobahnpolizei Wörth zu einem Verkehrsunfall auf der A92, Fahrtrichtung Deggendorf, Höhe KM 97,5. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle, Höhe KM 102,5, teilte die Streife der PI Wörth mit, dass kein Einsatz für die Feuerwehr nötig sei. Die Einsatzkräfte kehrten ohne weitere Maßnahmen zur Feuerwache zurück.

Person in Isar

Die Feuerwehren Niederviehbach, Steinberg und Dingolfing wurden zusammen mit der Wasserwacht nach Lichtensee gerufen. Laut Mitteilung war eine Person in der Isar. Nach kurzer Erkundung wurde festgestellt, dass die Person bereits von Passanten gerettet und dem Rettungsdienst übergeben worden war. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich.

Pressebericht auf Idowa

Pressebericht im Wochenblatt

Pressebericht in der PNP

schwerer Verkehrsunfall auf A92

Ein Kleintransporter kam nach einem Überschlag in Fahrtrichtung Deggendorf in Seitenlage zum liegen. Der Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und das Fahrzeug lag auf dem linken Arm des Fahrzeugführers. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr, stellten den Brandschutz sicher, stabilisierten das Unfallfahrzeug und befreiten den Patienten mittels Hochdruckhebekissen, Seilwinde und hydr. Rettungssatz. Auslaufende Betriebsstoffe wurden gebunden. Nachdem für den Transport des verletzten ein Rettungshubschrauber vor Ort war, musste die BAB in Fahrtrichtung Deggendorf für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt werden. Die Einsatzstelle wurde abschließend an die Autobahnmeisterei übergeben.

Pressebericht auf Idowa

Pressebericht im Wochenblatt

Pressebericht in der PNP

150 Jahre Feuerwehr Dingolfing – Teil IV



Die Dingolfinger Feuerwehr im Jahreslauf

Im Juni feiert die Dingolfinger Feuerwehr ihr 150. Gründungsfest. Vier Tag lang, vom 14. bis 17. Juni. Schön laut, gemeinsam mit allen Dingolfingern. Mit bayerischem Rock‘n’Roll von der Spider Murphy Gang und Bayerischem Kabarett von „da Huawa da Meier und i“, dazu ein großer Umzug am Festsonntag und feiern auf der Zirkuswiese.

Meistens ist die Feuerwehr auch ganz leise. Außer natürlich wenn es mit Blaulicht zu einem brandeiligen Einsatz geht. Viele Einsätze im Jahr haben aber gar nichts mit den ureigenen Aufgaben der Feuerwehr wie „bergen retten löschen schützen“ zu tun. Denn im Hintergrund ist die Dingolfinger Feuerwehr bei vielen Festen und Aktionen in Dingolfing dabei, ohne Tatütata, sondern ganz selbstverständlich.

Ball im Bubenhofer-Saal. Im Fasching für die Feuerwehr und die Trachtler ein fester Termin.

Das beginnt im Januar mit dem Feuerwehrball. Seit vielen Jahrzehnten, immer am dritten Samstag im Januar spielt die Feuerwehr mit in der Ballsaison. Dafür schmücken die Feuerwehrler den Bubenhofer Saal mit Faschingsgirlanden und bunten Lichtern. Schön für alle, die den Saal in der Faschingszeit nutzen. Da haben dann auch die Gäste vom Trachtlerball was davon.

Ein kleines Frühlingsfest für ganz Dingolfing ist inzwischen das Maibaumfest. Seit über 30 Jahren stellt die Feuerwehr den Maibaum mit Schwaiberln auf und schaut, dass sich alle bei dem Fest wohlfühlen, mit gutem Essen, frischen Getränken und leckeren Kuchen.

Im Sommer ist die Feuerwehr auch bei der Fronleichnamsprozession dabei. Als „Himmiträger“,weil es dafür starke Männer braucht. Außerdem zeigt sich die Freiwillige Feuerwehr solidarisch mit der Stadtgemeinschaft und vertritt christliche Werte. Und wenn nötig gibt die Feuerwehr der Polizeiinspektion Amtshilfe bei der Verkehrsabsicherung während der Prozession.

So ein schönes Feuer bei der Sonnwendfeier in Brunn.

Ein schönes großes Feuer brennt jedes Jahr bei der Sonnwendfeier in Brunn. Dort hält die Dingolfinger Feuerwehr Brandsicherheitswache. Ein Freundschaftsdienst für die Felsenberg-Schützen aus Oberteisbach. Normalerweise lodert das Sonnwendfeuer sauber vor sich hin, aber im letzten Jahr musste die Feuerwehr eingreifen und verhindern, dass der Toilettenwagen brennt und ein Baum in Flammen aufgeht.

Ganz im Hintergrund hält sich die Feuerwehr bei der Theaterwache in der Stadthalle. Während Sie Konzerte genießen oder über Kabarettisten lachen – hinter der Bühne passen zwei Feuerwehrleute auf, dass kein Feuer ausbricht und dass im Brandfall der Bürgersaal ohne Panik geräumt wird. Rund 50 Veranstaltungen bewacht die Feuerwehr, mal brennt ein Scheinwerfer, mal ein Kabel und manchmal sind die Fluchtwege mit Autos zugeparkt und die Feuerwehr muss die Anfahrten freiräumen lassen. Auch dafür ist die Feuerwehr verantwortlich.

Brandmeister Werner Frühmorgen gibt den Schulkindern Unterricht.

Statt Wandertag – lieber mal zur Feuerwehr: Viele Schulklassen schauen im Jahr in der Feuerwache an der Wollerstrasse vorbei. Da dürfen die Kinder Feuerwehrautos ganz aus der Nähe anschauen und auch mal reinschauen, was da in so einem Auto an technischen Geräten steckt. Dabei lernen die Kinder auch, wie man einen Notruf bei der Feuerwehr richtig absetzt. Erst die 112 wählen, dann: WER ruft an, WO ist der Notfallort, WAS ist passiert, WIE VIELE Personen sind verletzt, WARTEN auf Rückfragen. Außerdem gibt es ein Modellhaus, da können die Kinder sehen, wie der Rauch bei einem Feuer sich im Haus verteilt wenn man es falsch macht und wie man es richtig macht wenn’s brennt.

Beim Halbmarathon ist immer ein festes Team in der Feuerwache, weil viele Zufahrtswege wegen der Veranstaltung gesperrt sind.

Im September, wenn der Hochsommer vorbei ist, richtet der TV Dingolfing wieder seinen Halbmarathon aus. Und das wissen Sie selbst: Da ist die Stadt großräumig für die Läufer abgesperrt. Kein Durchkommen mit Privatautos. Deshalb stationiert die Feuerwehr eine Sicherheitswache im Feuerwehrhaus. Dann muss bei einem Alarm keiner der Feuerwehrler viele Umleitungen zur Feuerwache fahren und der Einsatz geht wie immer blitzschnell.

An jedem Kirtatag gibt es eine eigene Sicherheitswache in der Feuerwehr, damit jeder Mal feiern darf.

Dann der Höhepunkt im Jahreslauf der Dingolfinger Feierlichkeiten: Bayerns letzte Wies’n, der Dingolfinger Kirta. Am Kirtafreitag trifft sich die Feuerwehr traditionell im großen Festzelt, zur ersten frischen Mass mit Wasserburger Kirta-Bier. Aber keine Sorge – wenn es brennt ist die Feuerwehr da. An jedem der Kirtatage gibt es eine Sicherheitswache im Feuerwehrhaus, die garantiert nüchtern bleibt. Inzwischen haben sich feste Gruppen von jeweils neun Mann um die jeweiligen Einsatzleiter gebildet. Während die einen am Kirta feiern, macht es sich die Wache auch angenehm im Feuerwehrhaus: Da wird gemeinsam gekocht, Brotzeit gemacht oder Karten gespielt. Und wenn Sie am Kirta-Dienstag auf das Feuerwerk warten – wer ist dabei, damit nix passiert? Die Sicherheitswache der Feuerwehr.

Ein Pflichttermin für die Feuerwehr – der Volkstrauertag. Die Stadt Dingolfing hält an diesem Tag eine Gedenkfeier für alle Opfer von Krieg, Terror und Gewalt ab. Für die Feuerwehr ist es Ehrensache, die Stadt Dingolfing bei dieser Feierstunde zu unterstützen.

Feuerwehr im Weihnachtsbaumeinsatz.

Am Ende des Jahres kümmert sich die Dingolfinger Feuerwehr um den Christbaum in St. Johannes. Der Christbaum stammt in der Regel aus einem Garten und wird von einem Bürger aus Dingolfing gespendet. Zu groß gewordene Blautännchen werden zu prachtvollen Christbäumen. Da rückt die Feuerwehr aus zum Baum schneiden. Ganz nebenbei auch eine gute Übung für den Einsatz bei einem Sturm. Dann wird der Christbaum noch in der Kirche aufgestellt. Nur schmücken, das machen dann lieber Andere.

Nur noch schmücken, dann ist es ein echter Christbaum – die Feuerwehr hat den Baum sauber aufgestellt.

Technische Hilfeleistung

Die Feuerwehr Dingolfing wurde telefonisch zu einem Bienenschwarm in einem Baum gerufen. Durch die Einsatzkräfte wurde der zuständige Imker mittels Werkzeug und Steckleiter beim Einfangen unterstützt.

Wasserschaden

Der Keller des Hauses stand durch einen Defekt an der Heizung auf 20m² ca. 20cm unter Wasser. Durch die Einsatzkräfte wurde mittels Tauchpumpe und Nasssauger wurde das Wasser aus dem Keller entfernt. Im Anschluss an die Arbeiten wurde die Einsatzstelle dem Eigentümer übergeben.

Baum auf Straße

Die Einsatzkräfte beseitigten die Gefahrenstelle mit der Motorkettensäge. Zur Ausleuchtung wurde ein Lichtmast eingesetzt. Für die Dauer der Arbeiten wurde eine Verkehrsabsicherung erstellt. Abschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

150 Jahre Feuerwehr Dingolfing – Teil III


Erfahrung trifft Neugier

 

Die Senioren und die Junioren der Feuerwehr vor dem ältesten Fahrzeug der Feuerwehr: Senioren – Herrmann Weber (von links), Ludwig Zellner, Joseph Hofmann senior und Ernst Glas. Davor die Jüngsten der Feuerwehr: Jonas Palko, David Schinharl und Fabian Feik.

Was haben Feuerwehrkameraden 80 plus mit denen 13 plus gemeinsam? Sie lieben die Feuerwehrsache, sind aber nicht im aktiven Einsatz. Die einen, weil sie den schon lange hinter sich gelassen haben, die anderen werden gerade darauf vorbereitet.
Mehr als 240 Jahre Feuerwehrerfahrung sitzen an einem Tisch: Herrmann Weber, Erich Glas, Joseph Hofmann sen. und Ludwig Zellner. Gegenüber: drei der jüngsten Feuerwehrkameraden, David Schinharl (13) , Fabian Feik (14) und Jonas Palko (15).
Sehr gelassen sitzen die Senioren den Junioren gegenüber. Der korrekte Ausdruck wäre dafür eigentlich: cool. Und Jonas beginnt mit der Fragerunde: „Was haben Sie denn schon g‘wusst als Sie in der Jugendgruppen angefangen haben über Feuer und die Gefahren und die Feuerwehr?“
„Als mir ang‘fangen ham, da hat‘s noch gar

„Alle für einen, einer für alle.“ Diesem Motto sieht sich auch die Feuerwehrarbeit verpflichtet. Die kleinste Teameinheit bei der Feuerwehr sind immer mindestens zwei Feuerwehrkameraden. Wer Teamarbeit nicht kann, lernt das bei der Feuerwehr. Das ist bei den zahlreichen und vielfältigen Einsätzen lebenswichtig.

koa Jugendgruppe‘n ge’m“ meint Ernst Glas, der bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dingolfing Kommandant gewesen ist. „Die erste Jugendgruppe hat’s bei uns erst Anfang der 70er Jahre gegeben“. Das bedeutet – Learning bei Doing für die oid’n Hasen. Anfang der 50er Jahre sind der Herrmann, der Sepp und der Wigg gemeinsam zur Feuerwehr, als Buben waren sie in die selbe Schul-Klasse gegangen. Das war die Ausbildung: Hingehen, mitmachen, mitlernen. Acht Jahre nach dem Krieg, da war die Feuerwehr noch nicht so strukturiert wie heute, wo die Ausbildung mit den ganz Jungen beginnt. Da die Feuerwehr auch in den 50ern schon andere Aufgaben hatte, als „nur“ Feuerlöschen, waren die Burschen gefragt, denn im Krieg hatten die drei schon andere Dinge gesehen.

In Dingolfing können Mädchen und Jungen heute ab 14 Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten. Mit 16 Jahren beginnt dann die Feuerwehr-Grundausbildung. Manchmal dürfen die Jugendlichen dann schon bei kleineren, ungefährlichen Einsätzen teilnehmen, mit 18 Jahren geht es dann zur erwachsenen Einsatzmannschaft. Regelmäßige Gruppenstunden, feuerwehrtechnisches Wissen, Spaß im Team, Erste Hilfe Ausbildung, Prüfungen, später Weiterbildungen an Maschinen – so schaut heute das Jugendprogramm aus. Damals beim Wigg und den Kollegen war das alles noch ganz anders, von der Ausbildung her und vom Material, das es jetzt gibt.

Das Leistungsabzeichen der Jugendgruppe von Ludwig Huber (Dritter von links) im Jahre 1980 unter den kritischen Augen von Schiedsrichter Josef Zeiler (rechts). Auf dem Bild sind auch Feuerwehrleute, die noch aktiv sind, wie Schlosser Johann Comoretto (Dritter von rechts) oder Optiker Michael Wolf (Vierter von rechts) sowie Kreisbrandmeister Reiner Gillig (Fünfter von rechts).

Der Wigg erinnert sich noch gut an die Einsätze mit den alten Schläuchen aus Hanf: „Die hat‘s immer zerrissen, dann hamma die Schlauchbinden zum Flicken angelegt, des hat immer gedauert. Dann bist drecknoß g‘wesen, des war halt a Volksbelustigung für die Leit‘“, lacht er.
Die jungen Kollegen sind fleißig am Lernen er

zählt David. Wie man die Schläuche richtig behandelt, auch Atemschutz wurde schon durchgenommen. Er weiß auch, dass man eine Fritteuse, die Feuergefangen hat niemals mit Wasser löschen darf, das Feuer muss erstickt werden. David, Fabian und Jonas, haben sich schon überlegt, warum sie zur Feuerwehr sind. David findet es einfach gut, wenn er einfach anderen helfen kann und ist dafür bereit diese gründliche und anspruchsvolle Ausbildung zum Feuerwehrmann zu machen. Jonas gefällt die Feuerwehrarbeit und vor allem die Kameradschaft, und Fabian ist sozusagen von seinem Vater mit dem Feuerwehrvirus infiziert worden, der ist nämlich auch Feuerwehrmann. Irgendwie brennen die drei schon für ihr anspruchsvolles Hobby.
„Aber“, meint Hermann Weber von „de Oidn“ – „wichtig ist die gute Ausbildung.

Am Anfang ganz schön verwirrend: Was ist was und wo gehört das hin? Das lernen die jungen Feuerwehrler von Anfang an. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.

Ihr müsst schon die Geräte und die ganze Ausrüstung gut kennen, damit ihr beim Einsatz sicher seid!“. Die drei Jungen nicken. Und einstimmig ergänzen die erfahrenen Senioren: Ihr müsst unbedingt auf den Kommandanten hören! Alleingänge gehen bei der Feuerwehr überhaupt nicht, Teamarbeit wird ganz groß geschrieben. Die kleinste Einheit beim Einsatz sind zwei Feuerwehrleute, die zusammenarbeiten. Aber auch die müssen unbedingt dem Kommandanten oder Einsatzleiter gehorchen.
Der Hofman Sepp erinnert sich da an eine Geschichte, die böse hätte enden können. Ein Brand auf einem Bauernhof, das Vieh war gerade verkauft worden und es war noch jede Menge Geld im Haus, die alte Bäuerin verzweifelt: „A Kamerad und i san ins Haus, weil die alte Frau hat g’sagt, unterm Kopfkissen liegt as ganze Geld drin, deadsas aussa. Und dann samma mir beim Fenster eigstieg‘ng und mei Kollege und i und dann hammas Geld rausdoa und herausd abgeh‘m und unterm abgeh‘m hat der Schindlbeck (Hans Schindlbeck, damals Kommandant) uns so g‘schimpft weil wir der Gefahr net gewachs‘n han gwen, war des Haus eing‘stürzt, dann war ma verbrennt drin!“
Sich selber in Gefahr bringen und das der Kameraden geht eben nicht bei der Feuerwehr und den Rüffel vom Kommandanten hat’s zu recht gegeben. Sich einordnen und unterordnen und machen was beim Einsatz angeschafft wird, nur so funktioniert die Feuerwehrarbeit sicher und erfolgreich.

Eine Löschübung der Dingolfinger Jugendfeuerwehr.

Auch die jungen Feuerwehrkameraden haben schon einiges gelernt: Können Ausrüstung benennen, kennen die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Feuerlöscher und die Geräte in ihrem Ausbildungsfahrzeug. „Und“ – meint Jonas – „ Feuerwehrarbeit hat auch viel mit der Psyche zu tun, also wenn man Angst hat.“ Ein Tipp an alle Schüler: „Wenn‘s in der Schule brennt, nicht in Panik geraten, beim Lehrer bleiben und mit dem Lehrer raus aus der Schule und net aus dem Fenster springen oder selber davon laufen“.Die Feuerwehr wird im Juni zur Feierwehr. Denn dann wird das 150. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr am Wochenende vom 14. bis 17. Juni 2018 gefeiert.
Zwei Tage gehören voll und ganz den Bürgern von Dingolfing, deshalb hat die Feuerwehr für den Festfreitag das bayerische Musikkabarett eingeladen „Da Huawa da Meier und I“ und außerdem am Donnerstag die „Spider Murphy Gang“ als Auftakt für ein Feierwochenende mit Bayerischem Rock’n Roll. Bandgründer Günther Sigl rockt noch immer ganze Hallen und Festzelte. Und Hand auf’s Herz: Jeder kennt die Texte – von der Rosi im Sperrbezirk, der Schickeria, dem Sommer in der Stadt. Wer mitsingen und mitrocken will – es gibt noch Tickets beim Skribo Wälischmiller, im Bruckstadel, in Herzogs‘ Haus der Genüsse und bei Wolf & Meindl Optik. Oder man bestellt die Tickets einfach bei der Feuerwehr per E-Mail unter tickets@feuerwehr-dingolfing.de und lässt sich die Karten nach Hause schicken.

Vielversprechender Feuerwehrnachwuchs vor dem eigenen Spind.

Brand am Gebäude

Die Feuerwehren Niederaichbach, Wörth, Ahrain und Dingolfing wurden zu einem Brand auf einem Balkon eines Wohnhauses alarmiert. Noch während der Anfahrt teilten die Einsatzkräfte der Ortswehr mit, dass keine weiteren Einsatzkräfte erforderlich seien, da der Brand bereits gelöscht sei.

Brand Müllcontainer

Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Container in Flammen stand. Duch einen Trupp unter Atemschutz und einem C-Rohr wurde der Brand gelöscht.

150 Jahre Feuerwehr Dingolfing – Teil II


Retten, löschen, bergen und schützen

 

Aus den Anfängen der Dingolfinger Feuerwehr: Eine Handspritze. Mit den Ledersäcken wurde der Tank befüllt, ein Schlauch angeschlossen, eine Bedienmannschaft hat dann die Pumpe betätigt. Heute hat die Dingolfinger Feuerwehr Pumpen, die 2500 Liter pro Minute schaffen.

Das ist wirklich ein Grund ein großes Fest zu veranstalten, für die Feuerwehr und alle Dingolfinger. Auf der Zirkuswiese steht dann ein großes Festzelt und die Dingolfinger Feuerwehr feiert mit den Dingolfingern gemeinsam vier Tage lang – vom 14. bis 17. Juni 2018. Es ist das Jahr 1868 als Xaver Hartmann zum Ersten Kommandanten der Dingolfinger Feuerwehr gewählt worden ist. Brandschutz hat es schon immer gegeben, im alten Rom, sogar bei den alten Ägyptern. Aber dem Feuer gegenüberstehen, sich wehren und das Feuer aktiv bekämpfen – dieses Löschwesen ist erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Meistens waren das kräftige durchtrainierte Turner, die zum Feuer löschen auch flink auf die Dächer klettern mussten. Die Alarmierung geschah über die Feuerglocke im Kirchturm oder der Feuerreiter hat mit einer Trompete Alarm geschlagen. Die Dingolfinger Feuerwehrleute werden heute über einen Funkmeldeempfänger alarmiert, den jeder bei sich trägt. Vielleicht haben Sie das ja schon mal beobachtet: Sie sitzen gemütlich beim Altstadtfest auf dem Marienplatz, beim Dingfest oder beim Wasserburger Hoffest. Plötzlich springt ein Dutzend

Ein Fahrzeugbrand. Mit Schutzanzügen und Atemgerät schützen sich die Feuerwehrler vor giftigem Rauch.

Männer auf und schießt wie von der Tarantel gestochen in eine Richtung. Das sind Feuerwehmänner, die für einen Einsatz alarmiert worden sind. Das Feuerlöschen ist zwar die ursprüngliche Aufgabe der Feuerwehr. Da es aber glücklicherweise immer weniger Brände gibt, hat sich die Feuerwehr zu einer Institution mit vielen Aufgaben für die Gemeinschaft entwickelt. Sie löscht Feuer, rettet Menschen, birgt Güter und schützt die Gemeinden.
Es weiß also keiner von den Feuerwehrleuten, was sie bei ihrem Einsatz erwartet. Tatsächlich löschen die Feuerwehrleute am liebsten Feuer. Auf jeden Fall solange Menschen und Tier dabei verschont bleiben. Richtig gefährlich sind Einsätze, bei denen die Feuerwehrler in ein brennendes Gebäude müssen, um einen Menschen zu retten, das geht nur mit einer speziellen Atemschutzausrüstung. Denn wo Feuer ist, gibt es Rauch und der ist hochgiftig. Nur wenige Atemzüge können tödlich sein. Das ist wichtig für jeden: Wenn es brennt – raus aus dem Haus und draußen bleiben und die Feuerwehr alarmieren. Menschen vor Lebensgefahr schützen, Erste Hilfe leisten, befreien, wenn sie eingeklemmt sind, bei Feuer, Hochwasser oder Verkehrsunfällen das gehört auch zu den Aufgaben der Feuerwehr. Zum Beispiel einen verletzten Menschen nach einem Autounfall aus dem Auto herausschneiden – das lernt auch schon die Jugendfeuerwehr von Anfang an. Dazu gehört auch viel menschlicher Einsatz. Die Feuerwehrler müssen mit dem Verletzten im Auto sprechen, ihm sagen, was gemacht wird, ihm Mut zusprechen.

Ein Chemieunfall – Salzsäure ist ausgelaufen. Wie die Wehrleute damit umgehen, lernen sie in Spezialkursen.

Ein Dingolfinger Feuerwehrmann hat genau das erfolgreich eingeführt – jetzt gehört diese Art der Zuwendung für Verletzte zum Ausbildungskatalog der Feuerwehr. Manchmal muss die Feuerwehr auch ausrücken, um Tote zu bergen. Tiere, oder Menschen – das ist die schwerste Aufgabe, wenn jede Hilfe zu spät kommt. Und ganz schlimm wird es, wenn es dabei um Verwandte oder Freunde geht. Da hilft ihnen nur die Gemeinschaft, die Kameradschaft, der Zusammenhalt und die gemeinsame Uniform – die auch die Seele vor den heftigen Erlebnissen schützt. Lieber bergen die Feuerwehrmänner und -frauen dann doch die Ware aus einem umgestürzten Laster voll mit Äpfeln oder Gurken.

Wie anspruchsvoll die Aufgaben bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, zeigen zum Beispiel die Einsätze bei Chemieunfällen. Wenn tausende von Litern an Salzsäure auf die Straße laufen. Die Umwelt und Menschen vor der Chemikalie, der Säure schützen ist hier die Aufgabe der Feuerwehr. Für einen Einsatz als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau sind körperliche und geistige Fitness Voraussetzung, denn die Einsätze erfordern kluges und umsichtiges Handeln. Und die Haltung, gemeinsam anderen Menschen zu helfen und ein Stück von sich aufzugeben. Die Freiwillige Feuerwehr ist ein anspruchsvolles Hobby, bei dem viel gelernt werden kann. Vom Umgang mit dem Feuer, Chemikalien, handwerkliche Fähigkeiten oder auch die Ausbildung zum Maschinisten.

Jungen und Mädchen ab 14 können am Mittwochabend ab 18 Uhr auch mal bei der

Üben für den Ernstfall: Die Jugendfeuerwehr trainiert immer am Mittwochabend. Auch das Schläuche kuppeln will gelernt sein.

Jugendfeuerwehr vorbeischauen und sich mal vor Ort informieren und schauen, was die jungen Kollegen da machen.
Die Feuerwehr feiert vier Tage lang, von Donnerstag den 14. bis Sonntag, 17. Juni. Auf der Zirkuswiese steht dann das große Festzelt und am Donnerstag und wird mit der „Spider Murphy Gang“ und am Freitag mit dem Musikkabarett „Da Huawa, da Meier und I“ gefeiert. Karten gibt es im Bruckstadel, bei Skribo Wälischmiller, in Herzogs’ Haus der Genüsse, bei Optiker Wolf & Meindl und bei der Brauerei Wasserburger. Am Sonntag, 17. Juni, zieht um 14 Uhr der große Festzug mit den Dingolfingern Vereinen durch die Stadt. Braucht es nur noch gutes Wetter dazu.

 

Bürgermeister Josef Pellkofer, Schirmherr des 150. Gründungsfestes beim Bittgang nach Altötting. Begleitet haben ihn seine Frau Gabriele und eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Dingolfing.

Damit auch Petrus wettertechnisch gnädig für’s Gründungsfest gestimmt ist, hat der Schirmherr, Bürgermeister Josef Pellkofer, mit einer Abordnung der Feuerwehr Dingolfing letzten Samstag einen Bittgang nach Altötting gemacht. Brauchtum lebt – auch mit der Feuerwehr.

Stefan Klein neuer Kommandant


Die Aktiven der Dingolfinger Feuerwehr wählten am Sonntag, 29. April, im Rahmen einer außerordentlichen Dienstversammlung Stefan Klein als neuen ersten Kommandanten. Da der bisherige Amtsinhaber Gregor Piechoczek aufgrund beruflicher Umstände der Dingolfinger Wehr nicht mehr persönlich zu Verfügung steht, war die Neuwahl erforderlich geworden. Bürgermeister Josef Pellkofer nutzte vor Durchführung der Neuwahlen die Gelegenheit, um den Aktiven für ihren verantwortungsvollen Dienst Dank zu sagen. Insbesondere galt sein Dank in sehr persönlichen Worten dem ausscheidenden Kommandanten. Mit viel Beifall seiner Kameraden wurde Gregor Piechoczek nach acht Jahren aus seinem Amt verabschiedet. Unter der Leitung des Bürgermeisters schritten die Aktiven dann zur Neuwahl. Vorgeschlagen wurde Stefan Klein, der dann auch nahezu einstimmig gewählt wurde. Der Bürgermeister wünschte dem neu gewählten Kommandanten Stefan Klein viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Josef Pellkofer, Zweiter Kommandant Stefan Fischer, neuer Kommandant Stefan Klein, Gregor Piechoczek, die beiden Vorsitzenden Michael Köppl und Michael Kolmeder.

Personenrettung aus Isar

Die Feuerwehr Dingolfing wurde zu einer Person im Wasser an der Isarbrücke in der Bahnhofstraße alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr wurde die Person bereits von Passanten aus dem Wasser gezogen. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich.

Verkehrsunfall

Am Einsatzort waren 2 PKW zusammengestoßen. Durch die Feuerwehr wurden auslaufende Betriebsstoffe gebunden und die Fahrbahn halbseitig gesperrt. Nach Rücksprache mit der Polizei konnte das noch auf der Straße befindliche Fahrzeug mittls Fahrzeugroller entfernt werden und die Straße von Fahrzeugteilen mittels Besen gesäubert werden. Die Einsatzstelle wurde anschließend der Polizei übergeben.

30. Maibaum ragt über Dingolfing


Das Wetter zum Maibaumfest – perfekt. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, kein Tropfen Regen. Man könnte vermuten, dass sich der Bittgang nach Altötting von Bürgermeister Josef Pellkofer auch schon auf’s Maibaumfest ausgewirkt hat. Für das 150. Gründungsfest hat er als Schirmherr dort um gutes Wetter gebeten. Rund 800 Dingolfinger haben gemeinsam mit der Feuerwehr den 1. Mai und den Frühling gefeiert, das ist neuer Besucherrekord. Die 53 hausgemachten Kuchen – bis auf den letzten Krümel verputzt. Der knusprige Rollbraten war so begehrt, dass noch mehr bestellt werden musste. Auch eine Alarmierung beim Maibaumfest konnte die Stimmung nicht drüben. Eine Thujenhecke hatte Feuer gefangen und die Feuerwehr musste zum Löschen ausrücken. Hand in Hand haben alle Feuerwehrler, vom jüngsten Mitglied der Jugendfeuerwehr mit 13 Jahren, bis zu den 80-jährigen Feuerwehrkameraden mitgeholfen, dass es ein schönes Fest wird und es den Gästen gut geht. Klappte alles wie am Schnürchen – das haben auch die Besucher gespürt und die Feuerwehr für die tolle Organisation gelobt, weshalb viele bis zum späten Abend unter dem Maibaum gefeiert haben.

Videobericht auf IsarTV

 

Brand Hecke

Vor Ort stellte sich heraus, dass die Hecke bereits auf einer länge von ca. 15m in Flammen stand. Duch 2 Trupps unter Atemschutz und 3 C-Rohren wurde der Brand gelöscht. Vorsorglich, nachdem die Eigentümerfamilie Brandrauch
eingeatmet hatte, wurde diese vom Rettungsdienst untersucht.

150 Jahre Feuerwehr Dingolfing – Teil I


Mit dem Maibaumfest ins Jubiläumsjahr

 

Der Baum wird bei der Feuerwehr noch traditionell mit Schwaiberl aufgestellt. Echte Gemeinschafts-Muskelleistung.

Seit 1988 stellt die Feuerwehr für alle Dingolfinger den Maibaum auf. Schuld daran sind die Bubenhofer Marl und ihr Mann Ludwig, die der Feuerwehr damals den ersten Maibaum geschenkt haben. Seitdem erfreut das Ritual jedes Jahr viele Besucher.

Alle vom Maibaumteam haben mit Muskelkraft geholfen, den langen Baum auf einen kleinen Einachser, den Nachläufer, zu wuchten.

Wenn sich heute am Nachmittag ein Traktor mit einem Einachser und einer 30 Meter-Fichte durch den Kreisverkehr schlängelt, dann ist die Feuerwehr mit dem frisch geschlagenen Maibaum unterwegs. Der wird immer am Tag vor dem Fest geschlagen – das erspart dem Maibaumkomitee der Feuerwehr lange Maibaumwachen.

Die Bubenhofer Marl und ihr Mann Ludwig. Vor 30 Jahren haben die beiden das Maibaumfest der ingolfinger Feuerwehr ins Leben gerufen, so wie Sie es heute kennen.

Ohne die Bubenhofer Marl und ihren Mann, würde es das Maibaumfest so nicht geben. Im Wirtshaus von der Marl haben sich die Feuerwehrler jeden Freitag getroffen. Für die Marl sind das „Ihre Buam“ gewesen. Und für die Männer von der Feuerwehr war die Marl ein Herz und eine Seele, die immer geschaut hat, dass es ihren Buam gut geht. Wenn dann am Freitag ein Einsatz gewesen ist, hat die Polizei immer gleich beim Bubenhofer angerufen. Da kam dann ihr berühmter Spruch: „Beim Huaba brennt’s, lasst’s Eich Zeit, lasst’s Eich Zeit“. Die Feuerwehrler sind nämlich so schnell aufgerumpelt, dass die Einrichtung drunter gelitten hätte. 1987 ist die Feuerwehr ins neue Feuerwehrhaus an der Wollerstraße eingezogen und mit dieser neuen Heimat für die Wehr, hat es auch wieder einen Platz für einen Maibaum gegeben. Und den ersten für die Feuerwache an der Wollerstraße haben die Marl und ihr Ludwig spendiert.

Seit 30 Jahren gibt es das Maibaumfest der Dingolfinger Feuerwehr so wie Sie es kennen und im Juni feiert die Feuerwehr ihren 150. Geburtstag. Deshalb spendiert die Stadt Dingolfing dieses Jahr auch den Maibaum. Schließlich ist Bürgermeister Josef Pellkofer der Schirmherr für das Gründungsfest. Auftakt für das Jubeljahr der Feuerwehr ist morgen das Maibaumfest. Alles Teamarbeit, da helfen vom Ehrenmitglied bis zum Jugendfeuerwehrmädchen alle mit. Das geht beim Maibaumholen los, über die Nachtwache, bis hin zum Maibaumfest, wo jeder seine feste Aufgabe hat, damit alles wie am Schnürchen klappt. Für die Feuerwehr Dingolfing ist das Maibaumaufstellen eine Herzensangelegenheit. Die Leit‘ sollen zur Feuerwehr kommen und sich richtig wohlfühlen.

Das ist das Motto der Feuerwehr und am Maibaumfest helfen alle zusammen, dass es den Besuchern richtig gut geht.

Und das tun die Dingolfinger auch. Inzwischen ist das Maibaumfest so beliebt, dass ab 11 Uhr lange Schlangen anstehen, um ein Stück vom knusprigen Rollbraten zu bekommen. Bereits in den frühen Morgenstunden heizt das Team den Grill an für die 135 Kilo saftigen Rollbraten, die auf die Besucher warten. Dazu 150 Kilo selbstgemachten (!) Kartoffelsalat und rund 100 Kilo Steaks und Würschtl und natürlich 400 Liter Wasserburger Bier.

Das Maibaumfest der Dingolfinger Feuerwehr ist berühmt für sein Kuchenbuffet – über 50 Kuchen werden selbst gebacken. Da bleibt nie ein Krümel übrig.

Fast schon legendär – das Kuchenbuffet der Feuerwehr. Rund 50 selbstgebackene Kuchen und Torten warten dann als Nachtisch auf die Festbesucher. Und während Sie dann Ihren Kaffee und Kuchen genießen, helfen alle Feuerwehrler zusammen und stellen den Maibaum auf. Ganz traditionell mit Schwaiberl.

Vielleicht hat Ihnen die Dingolfinger Feuerwehr auch schon mal geholfen, bei einem Feuer, einem Unfall oder wenn der Keller mit Wasser voll gelaufen war. Dann feiern Sie doch mit, morgen beim Maibaumfest und beim Gründungsfest der Feuerwehr vom 14. bis 17. Juni in diesem Jahr. Da gibt die Feuerwehr dann ein richtig großes Fest mit der Spider Murphy Gang und den Bayerischen Musikkabarettisten „Da Huawa da Meier und I“. Tickets gibt’s bei. Da wird wieder der Maibuam aufgestellt – so wie es die Bubenhofer Marl und ihr Ludwig vorgeschlagen haben. Wenn die Marl von irgendwo zuschaut – die dad sich g‘frein.