Patenbitten


 

Am Marienplatz erwartete die Landauer Wehr ihre Dingolfinger Kollegen zum Fahnengruß.

Das 150-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe der Feuerwehr Dingolfing im kommenden Jahr kann nun kommen. Nachdem Bürgermeister Josef Pellkofer die Schirmherrschaft und Uschi Bubenhofer das Amt der Festmutter übernommen haben, willigte die Feuerwehr Landau am Samstag ein, die Patenschaft für das Fest zu übernehmen.

Die Feuerwehrler der Kreisstadt trafen sich am Samstagnachmittag am Maria-Ward-Platz. Angeführt von den Dingolfinger Stadtmusikanten zogen sie über den Oberen Stadtplatz zum Marienplatz, wo die Landauer bereits auf sie warteten. Nach dem Fahnengruß zog man gemeinsam zur Feuerwache, wo die Dingolfinger mit einem Spalier empfangen wurden.

Vorstandsvorsitzender Christian Wieser wollte zu Beginn des Patenbittens ein von den Dingolfingern mitgebrachtes 100 Liter Fass anzapfen, doch rutschte ihm der Wechsel beim ersten Schlag ab und einige

Noch einen gewissen Übungsbedarf hat Landaus Vorsitzender Christian Wieser beim Anzapfen eines 100 Liter-Banzens.

Liter des Gestensaftes ergossen sich über die Festgäste, bis es ihm, gelang, das Loch mit dem Wechsel zu verschließen. Er begrüßte anschließend die große Abordnung aus der Kreisstadt mit Vorstand Michael Kolmeder und Kommandanten Gregor Piechoczek, Festmutter Uschi Bubenhofer und dem Festgefolge sowie Schirmherrn Bürgermeister Josef Pellkofer an der Spitze. Weiter begrüßte er Landrat Heinrich Trapp und Bürgermeister Helmut Steininger sowie die Feuerwehrdienstgrade des Landkreises.

Vorsitzender Michael Kolmeder, Festmutter Uschi Bubenhofer und Schirmherr Josef Pellkofer trugen nun die Bitte der Dingolfinger Feuerwehr vor, beim Gründungsfest im kommenden Jahr die Patenschaft zu übernehmen. Zunächst musste die Dingolfinger Führungsriege einige Aufgaben erfüllen, darunter von einem Stück des Jubiläumsmaibaums per Hand eine Scheibe abschneiden, auf der das Erinnerungsgeschenk der Landauer aufgemalt war. Als nächstes mussten sich sieben

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Dingolfinger einem Schultest unterziehen. Die Fragen trug dabei Landrat Heinrich Trapp als ehemaliger Lehrer vor. Die mit Sicherheit für die zusehenden Gäste am lustigsten aber sicher auch die schwierigste Aufgabe war der Buchstabensalat. Dazu betraten sechs Dingolfinger die Bühne. Jeder bekam eine Pappschachtel übergezogen, auf der vier Buchstaben aufgemalt waren. Nun wurde ein Wort genannt, das die sechs unter Anleitung von ihrem Schirmherrn innerhalb einer Minute bilden mussten. Die Begriffe lauteten Retten, Leiter, Sirene, Schaum, DGFLAN, Wasser, Retten und Marsch. Nun war Dingolfings Kassier Stefan Kurz beim Spiel Bierzelt-Simulator, bei dem er auf einem Laufband vier Maß austragen musste, gefordert. Während Kurz lief, bekamen zwei Festdamen die Aufgabe gestellt, eine Halbe Bier in einen Maßkrug zu schütten. Der Haken an der Geschichte war, dass die Flasche an einer Rettungsleine befestigt war. Dennoch gelang es den Festdamen, das geforderte „Auge“ im Krug zu füllen. Als Anschluss der Prüfungen waren dann noch Tiergattungen, die in einem Lied vorgesungen wurden, zu erraten.

Christian Wieser war sich nach allen Aufgaben sicher, dass die Dingolfinger für ihr Gründungsfest im nächsten Jahr gut gerüstet sind. „Wir haben nur zwei Bedingungen. Ihr müsst heute die Bierzeche übernehmen und wir wollen eine Abschlussfeier nach eurem Gründungsfest im nächsten Jahr“, forderte Wieser. Nachdem die Feuerwehr Dingolfing dies zugesagt hatte, fragte er die Landauer Mannschaft, ob man die Patenschaft übernehmen soll. Diese antwortete mit einem lauten „Ja“.

Wenn auch nicht mehr ganz trocken besiegelte man am Samstagabend, dass Landau die Patenschaft beim 150. Gründungsfest der Dingolfinger Wehr übernimmt.

(Quelle: PNP)


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