Hauptversammlung

Elias Beck, Anton Hilpert, Erik Jahn, Lena Kerscher, Louis Kerscher, Victor Onofrei, Tim Reiser, Leonhard Schreieck, Markus Szydlowski und Johanna Weigl sind neu in der Jugendgruppe; Josef Falk und Pavlina Kunesova neue aktive Kräfte.
Elias Beck, Anton Hilpert, Erik Jahn, Lena Kerscher, Louis Kerscher, Victor Onofrei, Tim Reiser, Leonhard Schreieck, Markus Szydlowski und Johanna Weigl sind neu in der Jugendgruppe; Josef Falk und Pavlina Kunesova neue aktive Kräfte.

198 Mitglieder gehören der Feuerwehr Dingolfing an, davon sind 104 aktive Kräfte und von denen 24 Feuerwehranwärter. Sie alle sorgen dafür, dass den Bürgern im Notfall Hilfe zukommt. Sämtliche Einsätze werden freiwillig und ehrenamtlich, vor allem aber hochkompetent und motiviert erledigt. Der Rückblick des Vorsitzenden Hermann Käser bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Gasthaus Bubenhofer machte deutlich, wie umfangreich das Vereinswesen ist. Von Glückwünschen zu runden Geburtstagen und Hochzeiten, von zahlreichen Sitzungen und Vereinsveranstaltungen war zu hören.

Umfangreich dankte Käser allen Kräften, die die Wehr unterstützen. Er nannte Spender, die Stadt Dingolfing und besonders die Mitglieder von der Jugendgruppe bis zum Maibaumkomitee. „Nur mit Eurer stetigen Motivation, Kameradschaft und dem Zusammenhalt sind diese außergewöhnlichen Leistungen überhaupt erst möglich“, fasste er zusammen. Auf die Vorstandschaft kommen einige Herausforderungen zu, so der Vorausblick. Als Großprojekt stehe der Bau des Gerätehauses an. Neben den technischen Belangen sind auch die organisatorischen und kameradschaftlichen Aspekte zu stemmen, um das Gebäude weiterhin zu einem zweiten Zuhause für die Mitglieder werden zu lassen. Das Einsatzaufkommen sei eine Dauer-Herausforderung. Wichtig ist es ihm, dass der harte Kern auf Dauer nicht „verheizt“ werde. Das wird neue Wege erfordern, um die Einsatzbereitschaft auf lange Sicht aufrecht erhalten zu können. Doch welche Organisation, wenn nicht die Feuerwehr, bringe beste Voraussetzungen mit, diese Herausforderungen zu meistern.

Schriftführer Christian Stein und Kassier Stefan Kurz gaben ihre Berichte ab und leiteten damit zum Bericht aus dem aktiven Dienst von Kommandant Stefan Klein über. Zu 272 Einsätze wurde die Feuerwehr gerufen, davon 49 Brandeinsätze. Alle 1,3 Tage rückte man also im Schnitt aus. Hinter dieser Einsatzzahl stecken Menschen, die viele Stunden Freizeit und Arbeitszeit für den Dienst am Nächsten „opfern“. Besondere Einsätze rief Klein nochmals in Erinnerung; prägende Momente, die die erbrachten Leistungen nochmals verdeutlichten. Sicherheitswachen, vorbeugender Brandschutz, Atemschutz, Ausbildungen und Übungen – es passieren so viele Dinge im Hintergrund. Für die stetige Einsatzbereitschaft der Kameraden, für die Unterstützung durch die Stadt Dingolfing und den Landkreis sowie den Führungsdienstgraden dankte er umfassend.

Wechsel im Bereich Jugend

Die Jugendgruppe besteht aus 24 Mitgliedern, davon sechs Mädchen, informierte Jugendwart Matthias Weigl. Zehn neue Jugendliche konnte man in 2025 aufnehmen. Zwei Kräfte wechselten in den aktiven Dienst. Die Übungen fanden in bewährter Weise jeden Mittwoch statt. Man konnte ein fundamentales Grundwissen vermitteln, sodass die Jugendlichen bestens für den aktiven Dienst vorbereitet sind. Der Jugendwissenstest wurde mit großem Erfolg abgelegt. Der Posten des Jugendwartes sei für den Fortbestand der Wehr wichtiger denn je. Er hat das Amt nun in jüngere Hände weitergegeben, will aber weiterhin die neuen Jugendwarte unterstützen. Dieses Amt führt künftig Anna Gillig sowie deren Stellvertreter Sebastian Hilz aus. Das Engagement von Matthias Weigl wurde mit großem Dank, einem Präsent und viel Applaus und stehenden Ovationen aus der „Jugendecke“ gewürdigt.

Nach acht Jahren als Jugendwart wurde Matthias Weigl verabschiedet; die Nachfolge treten Anna Gillig und Sebastian Hilz an.
Nach acht Jahren als Jugendwart wurde Matthias Weigl verabschiedet; die Nachfolge treten Anna Gillig und Sebastian Hilz an.

Schon seit Jahrzehnten sind Ludwig Zellner, Erich Deger und Franz Saller treue Kräfte der Feuerwehr Dingolfing. Im Rahmen der Hauptversammlung würdigte Vorsitzender Hermann Käser dies. Seit beachtlichen 75 Jahren gehört Ludwig Zellner der Wehr an, absolvierte mehrere Fortbildungen und war bis 1979 aktive Kraft.

Aufgrund seiner Verdienste um die Wehr wurde er im Jahr 2000 zum Ehrenmitglied ernannt. Seit jeher ist er fest verwurzelt und bringt sich auch im Maibaum-Komitee sehr aktiv mit ein. Erich Deger ist seit 50 Jahren Mitglied und war stets eine feste Größe im Einsatzgeschehen. Verlässlich, pflichtbewusst, kameradschaftlich – zudem hat er fast zwanzig Jahre als Fähnrich die Fahne mit Stolz vorangetragen.

2022 schied er aus dem aktiven Dienst aus, 2024 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls seit 1975 gehört Franz Saller dem Verein an. In vielen Einsätzen war er als Maschinist verantwortlich und bewies stets eine ruhige Hand am Steuer der Großfahrzeuge. Seit jeher ist er der Wehr eng verbunden, stellte auch Spezialfahrzeuge zur Verfügung und pflegte die Kameradschaft. Für ihn endete 2021 der aktive Dienst, seit 2024 ist er stolzes Ehrenmitglied der Wehr.

Ludwig Zellner ist seit 75 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Dingolfing, was bei der Jahreshauptversammlung gewürdigt wurde.
Franz Saller und Erich Deger sind seit 50 Jahren treue Mitglieder.
Kein Hobby, sondern Überzeugung

Kreisbrandrat Max Schraufnagl sprach von beeindruckenden Zahlen. Die Einsätze sind teils unter den schwierigsten Bedingungen zu stemmen. Größten Respekt habe diese Leistung verdient. „Ihr seid der unschätzbare Wert unserer Gesellschaft, dem müssen sich die Bürger bewusst sein“, so Schraufnagl. Das ist kein Hobby, das ist Überzeugung. Ein Meilenstein steht mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses an. Die Feuerwehr Dingolfing ist ein Garant für Einsatzbereitschaft und Kameradschaft. Die Kameradschaft ist das Fundament der ehrenamtlichen Tätigkeit. Wer sich im gesellschaftlichen Bereich versteht, der kann auch draußen helfen. Einen Einsatz griff Schraufnagl auf, den Brandeinsatz in Mietzing: „Alle beteiligten Feuerwehren haben wie ein Uhrwerk gearbeitet. Das könne mit Geld nicht aufgewogen werden.“

Zwei Kameraden durfte er für 25-jährigen aktiven Dienst auszeichnen und richtete den Blick zu den Jugendlichen. Das ist das Fundament der Zukunft, die Einsatzkräfte von morgen. „Ihr habt schon ganz viel richtig gemacht. Ihr habt den Weg zur Feuerwehr gefunden“, betonte er. Damit ehrte er Daniel Haider und Stefan Klein. Beide leisten seit 25 Jahren ehrenamtlich den aktiven Dienst.

Daniel Haider und Stefan Klein leisten seit 25 Jahren den aktiven Dienst.
Daniel Haider und Stefan Klein leisten seit 25 Jahren den aktiven Dienst.

Kommandant Stefan Klein führte schließlich die Beförderungen durch. Zu Feuerwehranwärter wurden Sofia Mattner und Simon Wehner; zum Feuerwehrmann Christian Steinberger und Chiara Wagner ernannt. Außerdem sind seit zehn Jahren Lukas Mundt und Stefan Wolf aktive Kräfte, seit 30 Jahren Andreas Spang.

Der Kommandant gratulierte zu Beförderungen und weiteren Dienstjubiläen.
Der Kommandant gratulierte zu Beförderungen und weiteren Dienstjubiläen.

Zweite Bürgermeisterin Maria Huber bezeichnete es als Zeichen der Wertschätzung, dass sich die Stadträte so zahlreich eingefunden haben. Es ist die größte Feuerwehr der Stadt. Sie dankte für die hervorragende Arbeit. Dank ging auch an die Familien, die das mittragen. Brände, Unfälle, Tierrettung, Vermisstensuche, THL – die Einsatzbereitschaft und das Können habe viele gerettet und beschützt und vor größerem Schaden bewahrt. Dank ging auch an den Kreisbrandrat, der seit einem Jahr im Amt ist. Er erfüllt das Amt mit Leben und Menschlichkeit. Armin Grassinger war regelmäßig bei der Feuerwehr und konnte sich fortlaufend von der hochprofessionellen Arbeit ein Bild machen, gab sie weiter. Die Schnelligkeit, der routinierte Umfang mit Equipment, die Flexibilität – all das beeindruckte auch sie.

Die Stadt wisse um die Leistung und das Feuerwehrwesen sei der Stadt sehr wichtig. Das zeige sich auch in der Finanzplanung: Ausgaben von rund 10,5 Millionen Euro sind für alle Wehren der Stadt vorgesehen und werden von allen Fraktionen mitgetragen. „Die Steuergelder sind hier sehr gut angelegt“, betonte sie. Spannende Projekte stehen bevor. Der Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses gehen Mitte des Jahres in die Umsetzung; die geplanten Kosten betragen 24 Millionen Euro und weitere 4,5 Millionen Euro (gemeinsam mit dem Landkreis) für die Atemschutzanlage. Die Wehr Dingolfing zieht dazu in Kürze in das Brennsteiner-Areal um, sodass die Einsatzbereitschaft weiterhin gewährleistet sei. Die neue Schlauchpflegekompaktanlage für etwa 100.000 Euro komme Ende des Jahres und zwei hydraulische Rettungssätze werden für 105.000 Euro angeschafft. Außerdem läuft die Ausschreibung eines neuen Rüstwagens; die zu erwartenden Kosten liegen bei einer Million Euro, die Lieferzeit liege bei etwa vier Jahren.

Trotz der immer komplexer und mehr werdenden Einsätze verliere die Wehr auch das gesellschaftliche Leben nicht aus dem Auge, was die Bürgermeisterin mit ihren Schlussworten lobend heraushob.

Weiter informierte der Vorsitzende, dass man bei den nächsten Wahlen Kräfte für das Amt des Vorsitzenden und des Kassiers brauche. Auf den am Samstag, 17. Januar, stattfindenden Feuerwehrball wurde hingewiesen. Außerdem ist angedacht, einen Skiausflug zum Wildkogel zu organisieren. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – mit dem Leitspruch leitete Vorsitzender Käser zum geselligen Ausklang mit Essen über. Als Ehrengäste wurden namentlich begrüßt: Ehrenvorsitzender und Ehrenkreisbrandinspektor Josef Zeiler, Ehrenkommandant Erich Glas und Ehrenkreisbrandmeister Reiner Gillig.

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