Spatenstich für Feuerwache-Neubau

Vertreter aus Politik, Feuerwehr, Behörden, Planungsbüros und Bauunternehmen gaben gemeinsam den symbolischen Startschuss für den Erweiterungs- und Neubau des Feuerwehrhauses mit Atemschutzausbildungszentrum in Dingolfing.
Vertreter aus Politik, Feuerwehr, Behörden, Planungsbüros und Bauunternehmen gaben gemeinsam den symbolischen Startschuss für den Erweiterungs- und Neubau des Feuerwehrhauses mit Atemschutzausbildungszentrum in Dingolfing.

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Mittwochabend der offizielle Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses in Dingolfing gefallen. Vertreter aus Politik, Feuerwehr und den am Bau beteiligten Unternehmen versammelten sich auf dem Gelände, um den Baubeginn gemeinsam zu würdigen. Rund 30 Millionen Euro investiert die Stadt in den modernen Erweiterungs- und Neubau des Feuerwehrhauses. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 geplant. Neben einer zeitgemäßen Fahrzeughalle entstehen unter anderem ein neues Atemschutzausbildungszentrum für den gesamten Landkreis Dingolfing-Landau sowie moderne Schulungs-, Werkstatt- und Sozialbereiche.

Bürgermeister Valentin Walk lobte das Bauprojekt als Investition in Ehrenamt und Zukunft der Feuerwehr.

Erster Bürgermeister Valentin Walk begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter die Zweite Bürgermeisterin Petra Fante, den Dritten Bürgermeister Herbert Wazula, die Mitglieder des Bauausschusses, die Projektbeteiligten, Vertreter der Feuerwehr auf Kreisebene sowie den Ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Dingolfing Hermann Käser. Sein Dank galt allen Verantwortlichen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Planungsphase.

Investition in Sicherheit und Ehrenamt

Walk machte deutlich, dass es bei dem Bauprojekt um weit mehr als um eine Investitionssumme von rund 30 Millionen Euro gehe. „Es geht um Sicherheit, Vertrauen und um die Menschen, die bereit sind, zu helfen, wenn andere Hilfe brauchen“, betonte er. Genau für diese Menschen entstehe nun ein zeitgemäßer Standort für die Feuerwehr. Dabei blickte der Bürgermeister auch auf die Geschichte des bisherigen Feuerwehrhauses zurück. Das Richtfest wurde am 19. Juni 1986 gefeiert, im April 1987 bezog die Feuerwehr ihr damaliges Domizil. Seither seien Generationen von Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern dort ein- und ausgegangen und hätten zahllose Einsätze für die Bevölkerung geleistet. Mit dem Neubau am bisherigen Standort werde diese fast 40-jährige Geschichte nun fortgeschrieben.

Künftig stehen der Feuerwehr ausreichend Stellplätze für die inzwischen 20 Einsatzfahrzeuge sowie moderne Werkstatt- und Hygienebereiche und Räume für Ausbildung, Jugendarbeit und das kameradschaftliche Miteinander zur Verfügung. Das neue Feuerwehrhaus werde deshalb nicht nur ein hochfunktionaler Arbeitsplatz für den Ernstfall sein, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft.

Bedeutung weit über Dingolfing hinaus

Besonders hob Walk die überregionale Bedeutung des Projektes hervor. Mit dem neuen Atemschutzausbildungszentrum entsteht künftig eine Einrichtung für sämtliche Feuerwehren des Landkreises Dingolfing-Landau. Stadt und Landkreis übernehmen hier gemeinsam Verantwortung und investieren in die Sicherheit der Bürger.

Gleichzeitig verwies der Bürgermeister auf die zahlreichen Investitionen in die Feuerwehren im Landkreis – insbesondere die Neubauten in Teisbach und Frauenbiburg sowie die noch laufenden Arbeiten in Höfen und Kronwieden. Infrastruktur und Einsatzanforderungen entwickelten sich Hand in Hand. „Wir bauen für die nächsten Jahrzehnte“, betonte Walk.

Dank für ehrenamtliches Engagement

Landrat Werner Bumeder zeigte sich erfreut, dass nach intensiver Planung nun die Bauarbeiten beginnen. „Jetzt geht’s los“, sagte er und zeigte sich überzeugt, dass das Gelände schon bald kaum wiederzuerkennen sein werde. Sein besonderer Dank galt den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihren täglichen Einsatz sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Stunden, die mit dem Umzug in das Interimsquartier im ehemaligen Autohaus Brennsteiner verbunden waren. Ebenso würdigte er die Planungsbeteiligten und deren großes Engagement.

Landrat Werner Bumeder würdigte den Baubeginn als wichtigen Meilenstein für die Sicherheit im Landkreis.

Bumeder unterstrich die Bedeutung der Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr leiste ihren Dienst weit über die Stadtgrenzen hinaus. Mit dem neuen Ausbildungszentrum erhalten künftig die mehr als 1.000 Atemschutzträger des Landkreises die Möglichkeit, ihre Ausbildung und Übungen unter modernen Bedingungen zu absolvieren. Er dankte allen Verantwortlichen für ihren Einsatz und wünschte einen unfallfreien Bauverlauf.

Kreisbrandrat Max Schraufnagl hob die Bedeutung des neuen Atemschutzausbildungszentrums hervor.

Kreisbrandrat Max Schraufnagl hob hervor, dass die Verantwortlichen stets das Ziel verfolgt haben, ein Feuerwehrhaus zu schaffen, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht werde. Besonders dankte er der Stadt für die Planung des Schulungs-und Atemschutzzentrums. Die Feuerwehr Dingolfing bezeichnete er als professionelle, schlagkräftige und zuverlässige Mannschaft, mit der er sich auf eine schöne Einweihung im Jahr 2028 freue.

Mehr als ein Feuerwehrhaus

Für den Ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Dingolfing, Hermann Käser, war der Spatenstich ein besonderer Moment. Lange habe er auf diesen Tag gewartet. Der Neubau sei ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr und zugleich Ausdruck der Wertschätzung gegenüber allen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Ein Feuerwehrhaus sei weit mehr als ein Zweckbau. „Es ist ein Zuhause“, sagte Käser. Hier entstünden Freundschaften, hier werde gemeinsam gelernt, gearbeitet und nach belastenden Einsätzen miteinander gesprochen. Hier werde Kameradschaft gelebt und genau diese Kameradschaft bilde das Fundament jeder Feuerwehr.

Gleichzeitig hätten sich die Anforderungen an den Feuerwehrdienst in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Moderne Einsatzfahrzeuge benötigten mehr Platz, die Ausrüstung sei umfangreicher und die Ausbildung anspruchsvoller geworden. Der Neubau schaffe die Voraussetzungen dafür, den Feuerwehrdienst auch für die kommenden Generationen attraktiv zu gestalten. Derzeit zählt die Freiwillige Feuerwehr Dingolfing rund 90 aktive Mitglieder. Durchschnittlich rücken sie zu etwa 270 Einsätzen pro Jahr aus. In diesem Jahr wurden bereits 190 Einsätze gezählt. Abschließend dankte Käser der Stadt Dingolfing, dem Stadtrat, der Stadtverwaltung, den Planern, Behörden und beteiligten Firmen. Sein größter Dank galt jedoch den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie deren Familien und Arbeitgebern, die den ehrenamtlichen Einsatz überhaupt erst ermöglichten.

Nach dem symbolischen Spatenstich stießen die Gäste auf den Baubeginn an, bevor der Abend bei einer kleinen Brotzeit im Interimsquartier der Feuerwehr Dingolfing in geselliger Runde ausklang.

Bautafel
Kreisbrandrat Max Schraufnagl (von links), Erster Vorsitzender der Feuerwehr Dingolfing Hermann Käser, Kommandant Stefan Klein, Bürgermeister Valentin Walk, Landrat Werner Bumeder, Architekt Johannes Probst und Landschaftsarchitekt Stephan Huber beim symbolischen Spatenstich.
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