„Ich bin dabei. Wo bleibst Du ?“


Feuerwehren werben um Nachwuchs – Mit Feuerschutzsteuergeld Ausstattung verbessern

Das Werben um Nachwuchs bei der Feuerwehr geht weiter. Das wurde bei der Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbands (LFV) Bayern im oberbayerischen Fürstenfeldbruck deutlich. „Wir bitten nicht nur die Verantwortlichen der Feuerwehren, sondern auch politische und kommunale Vertreter, diese Kampagne zur Gewinnung neuer Jugendlicher für die Freiwilligen Feuerwehren vor Ort mit Nachdruck zu unterstützen“, bestonte LFV-Vorsitzender Alfons Weinzierl aus Dingolfing.Den Startschuss des zweiten Teils der bayernweiten Imagekampagne gab Innenminister Joachim Herrmann. Die Kampagne unter dem Motto „Ich bin dabei. Wo bleibst Du?“ soll Kinder und Jugendliche für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst begeistern. „Kernaufgabe und eine der wichtigsten Herausforderungen in den nächsten Jahren ist die Gewinnung von Nachwuchs für die Feuerwehren. Daher ist es wichtig, mit diesem Thema in der Öffentlichkeit präsent zu sein“, sagte Innenminister Herrmann laut Pressemitteilung. Mit rund 49.400 Jugendlichen – davon rund 11.500 Mädchen – stellt Bayern derzeit den bundesweit stärksten Jugendverband. Aufgrund des demografischen Wandels werden jedoch künftig immer weniger junge Menschen für das Ehrenamt bei den Feuerwehren zur Verfügung stehen.

Mehr Einsätze erwartet

Gleichzeitig werden die Anzahl der Einsätze sowie die Anforderungen an die Helfer steigen. Da auch in den kommenden Jahrzehnten der Brandschutz und die technische Hilfeleistung uneingeschränkt sichergestellt sein müssen, schafft der Landesfeuerwehrverband Bayern gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr gezielt vielfältige und interessante Aktivitäten, die von den Kindern und Jugendlichen wahrgenommen werden und deren Bedürfnisse erfüllen.

Im Rahmen der Verbandsversammlung formulierte Vorsitzender Weinzierl weitere Ziele, die der Feuerwehrverband in den kommenden Monaten umsetzen will. Vorsitzender Weinzierl ging hier besonders auf die derzeit vorhandenen Rücklagen der Feuerschutzsteuer von über 60 Millionen Euro ein. „Für die bayerischen Feuerwehren ist es wichtig, dass aus diesen Mitteln die Förderung von Fahrzeugen und Geräten weiter verbessert wird“, so Weinzierl. Gleiches gilt für die Katastrophenschutzausstattung bei den Feuerwehren. „Am Katastrophenschutz zu sparen, heißt, an der Sicherheit der Bevölkerung zu sparen.“ Weitere Themen waren unter anderem die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrdienstleistenden an den Staatlichen Feuerwehrschulen und die Einführung des Digitalfunks.

Neuer Fahrsimulator

Zu den Höhepunkten zählte auch die offizielle Indienststellung eines mobilen Fahrsimulators, mit dem zukünftig bayernweit jährlich rund 2.000 Fahrzeugführer Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn unter verschiedensten Bedingungen realitätsnah trainieren können.


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