Schirmherrenbitten


Der Bürgermeister soll’s Wetter richten

Schirmherrnbitten bei Bürgermeister Josef Pellkoffer zum 150-jährigen Gründungsfest


Der alte Nussbaum vorm Dingolfinger Rathaus ist am 18.05.2017 Mittelpunkt von einem kleinen, feinen Fest gewesen. Es ist einer der ersten sonnigen Frühsommertage, blauer Himmel, Sonne, kein Wölkchen in Sicht.

Der ideale Tag für die Freiwillige Feuerwehr auszurücken – zum Schirmherrenbitten. Denn im nächsten Jahr wird vom 14. bis17.Juni gefeiert: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Dingolfing. Ein großes Fest soll‘s geben, vier Tage lang, mit Festabend, Umzug , der „Spider Murphy Gang“ und Musikkabarett mit „Da Huawa, da Meier und I! .

Damit das Fest auch unter einem Segen steht, das Wetter passt und alles gut läuft braucht es einen erfahrenen Schirmherren und da findet der Festausschuss der Feuerwehr: „Da gibt es keinen besseren als unseren Bürgermeister Josef Pellkofer!“

Auf geht’s zum Schirmherrenbitten – mit Heuwagl , einem Faßl Bier und natürlich der Vereinsfahne.

Also Heuwagl geschmückt, ein Faßl Bier eingeladen, die Ausgehuniform angezogen und los geht’s in einem kleinen Umzug Richtung Rathaus und Nussbaum. Es könnte sein dass der alte Nussbaum sich über den Trubel recht gewundert hat, schließlich dürft er auch schon gut über hundert Jahre alt sein.

Biertische werden aufgebaut, Musik spielt, einer hat einen Regenschirm dabei, obwohl es das höchste Wetter hat. Der ist das Geschenk für den künftigen Schirmherren, dem Bürgermeister.  Der 1. Vorstand Michael Kolmeder, verliest die Schirmherrenbitte, sauber gereimt:

„Die Feierwehr vo´ unsrer Stadt, den besten Bürgermeister hat! Er steht zu uns, zu jeder Zeit, mit Sachverstand und Herzlichkeit.“

Bevor Josef Pellkofer JA sagt zum Schirmherrenamt, stellt er erstmal den Festausschuss von der Feuerwehr auf die Probe:  Wie hat der allererste Kommandant der Dinglfinger Feuerwehr geheißen, welches Autokennzeichen gehört zu welchem Feuerwehrfahrzeug? Und weil die Spider Murphy Gang zum Fest kommt gibt’s Zusatzfragen vom Bürgermeister: Welches Jubiläum feiert die Band und: Wie lautet die Telefonnummer von Rosi? Die Band feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen und einer der Lieder die jeder kennt ist „Skandal im Sperrbezirk“, mit der wohlbekannten Telefonnummer „zwounddreißig sechzehn acht“. Beim Gründungsfest wird dieses Lied ganz bestimmt auch gespielt.

Der Festausschuss hat seine Prüfung bestanden und Josef Pellkofer nimmt das Amt als Schirmherr gerne an. „Schließlich ist die Feuerwehr das Rückrat unserer Gesellschaft und das ganze Jahr für uns im Einsatz“ meint er.

Für Josef Pellkofer ist es eine Ehre, Schirmherr der Feuerwehr zu sein, unterstütz von seiner Frau Gabriele. Links im Bild: 2. Vorstand Michael Köppl und 1. Vorstand Michael Kolmeder, Rechts: Kommandant Gregor Piechoczek.

Der Bürgermeister spendiert der Feuerwehr eine Brotzeit und dann wird es gemütlich unterm Nussbaum. Und es wird geratscht: Über den allerersten Vorstand der  Feuerwehr, dem Zinngießermeister Hartmann, der im Gründungsjahr 1868 auch gleichzeitig Kommandant war. Und wer die ersten Feuerwehrler waren, nämlich sportliche Männer kräftig und schwindelfrei, die meisten aus dem ebenfalls neu gegründeten Turnverein.

Bis es anfängt dunkel zu werden sitzt der Festausschuss unterm alten Nussbaum, es ist eine der ersten warmen Sommernächte in diesem Jahr.

„Das ist ein gutes Zeichen, des scheene Wedda“ meinen die Feuerwehrler und damit es auch am 150-jährigen Gründungsfest in gut einem Jahr genauso schön wird, geht’s mit dem Bürgermeister sicherheitshalber noch auf Altötting.


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